Frettchen sind Raubtiere, die ursprünglich aus dem Iltis zur Unterstützung bei der Kaninchenjagd gezüchtet wurden. Ihre Haltung als Heimtier wird von vielen Tierschutzorganisationen abgelehnt. Sind die Frettchen bereits angeschafft worden, sollte auf folgende wichtige Punkte in der Haltung besonderer Wert gelegt werden. Auf jeden Fall sollte reichlich Fachliteratur gelesen werden, um dem Tier ein möglichst artgerechtes Leben bieten zu können.

* Die Lebenserwartung eines Frettchens beläuft sich, ähnlich der eines Hundes, auf etwa 8-12 Jahre.

* Frettchen sind dämmerungs- und nachtaktiv. Es ist daher von Wohnungshaltung abzuraten.

* Der „Wildgeruch“ der Tiere kommt von einem Sekret, das zur Reviermarkierung dient. Auch Feinde sollen damit abgewehrt werden. Allein aus diesem Grund ist es daher sehr zu empfehlen, die Tiere in großen Außengehegen zu halten.

* Frettchen sind äußerst hitzeempfindlich. Ihre Schweißdrüsen sind nicht auf das Leben in höheren Temperaturen ausgelegt.

* Die kleinen Fleischfresser haben einen sehr kurzen Magen-Darm-Trakt, weshalb die nährstoffreiche und leicht verdauliche Nahrung benötigen. Auf die richtige Futterzusammenstellung muss daher großer Wert gelegt werden. Informieren Sie sich daher ausführlich über geeignete Fütterungsweisen und eine artgerechte Kombination von Lebensmitteln.

* Ähnlich der Haltung von Hunden und Katzen, muss auch bei Frettchen großer Wert auf Ohren- und Krallenpfelge gelegt werden. Eine regelmäßige Entwurmung ist unumläßlich, genauso wie die routinemäßige Kontrolle der Zähne. Bei vielen Frettchen muss immer wieder der Zahnstein vom Tierarzt entfernt werden.

* Frettchen sind keine Kuscheltiere. Anders als unser Haushund oder unser Stubentiger ist das Frettchen kein Streicheltier.

* Frettchen dürfen keinesfalls alleine gehalten werden. Die Haltung eines kastrierten Paares ist empfehlenswert. Tiere anderer Arten sind kein Erstaz für Artgenossen! Desweiteren fallen viele Kleintiere in das Beuteschema des Frettchens, wie zum Beispiel Meerschweinchen, Kaninchen und Vögel.

Das Freigehege muss mindestens 8 Quadratmeter für 2 Tiere haben und laufend umgestaltet werden um den Frettchen Abwechslung zu bieten und Langeweile vorzubeugen. Als Einrichtung eignen sich Baumstämme- und wurzeln, verschiedene Röhren, Kratzbäume, Hängematten und Klettermöglichkeiten aller Art.

Frettchen sind sehr reinliche Tiere. Katzentoiletten dürfen daher nicht fehlen im Gehege und müssen regelmäßig gereinigt werden. Das Schlafhaus muss gut isoliert sein und sollte über einen aufklappbaren Deckel verfügen, um es reinigen zu können. Gepolstert darf das Schlafquartier mit Baumwolltüchern werden, Frottee und Wolle sind dagegen ungeeignet. Soll der Auslauf den Frettchen im Haus gewährt werden, ist darauf zu achten, die Tiere nie unbeaufsichtigt zu lassen! Gefahrenquellen wir Fenster, Türen, Plastiksackerl, Kabel, Putzmittel etc. müssen gesichert werden.

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